#inspiration

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Inspiration ist pure Lebensenergie. Sie bringt uns dazu unsere «Komfortzone» zu verlasse und etwas zu wagen. Für mich als Fotografin ist sie unabdingbar! Denn ohne geht Garnichts, wie ich mit Schrecken feststellen musste. Aber fangen wir doch am Anfang an. Meine Grosstante hat vor Jahren folgendes zu mir gesagt: «Weisst du, immer wenn ich euch zu Hause besucht habe, bist du nach kurzer Zeit einfach verschwunden und nicht wiederaufgetaucht! Wenn man dann nach dir suchte, fand man dich allein in deinem Zimmer, wo du an irgendetwas rumgebastelt hast.

Interessanterweise kann ich mich heute an diesen „Geisteszustand“ erinnern. Plötzlich war DIE Idee da und musste sofort umgesetzte werden. Mit der Zeit und all den Ablenkungen des Lebens habe ich diese Fähigkeit unbewusst verkümmern lassen! Vor ungefähr vier Jahren musste ich dann mein Leben komplett umkrempeln und mir wurde folgendes klar: Die Inspiration ist weg!! Ich hatte grosse Schwierigkeiten in einen Ideen Flow zu kommen und DAS musste sich unbedingt ändern!

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Tja und was tun wir heute wenn wir auf ein „Problem“ stossen? Wir googeln, schauen uns YouTube Videos an oder scrollen durch Facebook Feeds. Und ja ich muss zugeben, einige Ansätze waren durchaus interessant doch das hat mir nicht gereicht! Ich wollte Inspiration auf meine eigene Weise finden. Doch eine Aussage ist mir dennoch geblieben: Inspiration ist wie ein Muskel und kann trainiert werden. Also war der Weg eigentlich klar... Training, Training und noch mal Training! Hier ein paar Trainingsübungen aus den letzten Jahren die ich auch heute noch anwende ;-)


Braindump

 Um in einen Inspiration Flow zu kommen, muss ich mein Hirn erst von alten Ideen und Gedanken befreien. Ich nehme mir also ein Papier und ein Füllfederhalten (Jep ich weiss, etwa altbacken aber das Schreiben macht damit so viel mehr Spass) und schreibe alles auf was mir im Kopf rumschwirrt: Einkaufsliste, To Do’s, alte Ideen und sonstige Gedanken die ich nicht vergessen darf. So schaffe ich Platz für neue Ideen.

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Alle Geräte aus! Kein Facebook, YouTube, Instagram, E-Mail, Podcast, Musik, Hörbücher und so weiter. Denn so banal es auch klingt doch mit all den Ablenkungen ist mein Hirn permanent beschäftigt und ich kann meine eigenen Gedanken nicht mehr hören. Also alles aus! Das ist am Anfang etwas unangenehm doch mit der Zeit habe ich die «Stille» zu schätzen gelernt. Ich setz mich dann in meinen Sessel und lasse die Gedanken schweifen. Die Stille schafft mir den Raum für Neues!


Fokussierung

 Muss ich eine bestimmte Idee entwickeln, hilft es mich intensiv mit dem „Thema“ zu beschäftigen. Steht zum Beispiel ein Shooting an, möchte ich so viel wie möglich über das Model in Erfahrung bringen: Gedanken, Wünsche, Träume, Hobbys, Job, Farben, Orte, Menschen, Geschichten, Stil, und, und, und. All diese Informationen lasse ich auf mich wirken und füge die passenden Puzzleteile zu einem Bild zusammen.


Ablenkung

Wir kennen das doch alle. Man kommt bei einer Idee einfach nicht weiter. Da hilft es mir persönlich etwas komplett anderes zu tun: Hausarbeit, Sport, einen Spaziergang, lesen, singen oder was mir gerade so einfällt. Und schon nehmen meine Gedanken eine andere Richtung und mit etwas Glück lässt sich die Inspiration blicken. Wichtig: den Gedanken festhalten, denn so schnell er gekommen ist, so schnell ist er auch wieder weg.

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Kommunikation

Neue Inputs hole ich mir bei kreativen Menschen. Die andere Dankweise des Gegenübers kann eine neue Perspektive aufzeigen und unglaublich motivierend wirken. Wir müssen dann nicht unbedingt über das vorliegende Thema sprechen, sondern auch über Gott und die Welt. Eine weitere Kommunikationsmöglichkeit (wenn auch einseitig) können Bücher und Artikel sein, auch sie können mir den notwendigen Inspirationskick liefern.

Haptische und visuelle Inspiration

Geh mit offenen Augen durchs Leben und schau dir die Welt WIRKLICH an! Ein Beispiel: Du läufst durch eine Stadt. Doch anstatt die Stadt als alt und dreckig abzustempeln, schaue ich mir die Texturen der Wände, der Böden und die Farben an. «PLOP» schon sehe ich vor meinem inneren Auge eine Bildidee. Oder ich habe einen Seidenschal oder einen Hut in der Hand der mir gut gefällt. Et Voila, eine neue Shooting Idee. Natürlich kann ich diese Inspiration nicht immer brauchen. Meine Güte das wäre wohl sehr anstrengend! ;-) Doch ich versuche meine Umgebung bewusst war zu nehmen und im richtigen Moment die Inspiration am Schopf zu packen.

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Authentizität

Diese eben genannten Techniken und Quellen können natürlich auch durch Social Media wie Instagram, Pinterest... ergänzt werden, doch ich versuche den Anteil möglichst klein zu halten. Denn wie in meiner Kindheit möchte ich gerne etwas erschaffen und nicht kopieren! 


Wie du siehst habe ich mir über die Jahre einige Inspirationskicks geschaffen die sich noch heute ständig verändern. Es fallen welche weg oder es kommen welche dazu. Auch wenn dieser Blogbeitrag mir vor Augen geführt hat was bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist kann ich dir keine universelle Inspirationsquelle bieten.

Ich hoffe ich konnte dir einige „Übungen“ zeigen die dir helfen deine eigenen Inspirationswege zu finden. Da sich jeder Inspirationsmuskel vom anderen unterscheidet kann auch jeder der eigene Personal Trainer sein!

 Liebe Grüsse Manuela